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Wie Sie bei Ihrem nächsten Bewerbungsgespräch glänzen – Kapitel 1

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck

Kennen Sie das auch? Sie kommen nach dem Bewerbungsgespräch nach Hause und denken, Sie haben einen guten ersten Eindruck hinterlassen – und dann, die Ernüchterung: Man hat sich für einen anderen Kandidaten entschieden.

Oft hat man es ja im Gefühl, wie gut eine erste persönliche Begegnung gelaufen ist. Erlebt man aber dann vom Gegenüber widersprüchliches Feedback, wird man oft mit einer ordentlichen Portion Selbstzweifel zurückgelassen.

In der ersten Themenreihe unserer Blogartikel, haben wir Ihnen bereits wertvolle Tipps an die Hand gegeben, wie Sie sich mit Ihren Bewerbungsunterlagen optimal präsentieren, um die Chancen zu erhöhen, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen nun Ratschläge geben, worauf Sie achten können, um beim persönlichen Gespräch den ersten Eindruck zu verbessern.

 

Hart, aber wahr

Ob man es nun unfair nennen mag oder nicht: Die Wahrheit ist, dass Menschen mit Ihrem ersten Urteil nicht warten, bis sie jemanden besser kennen. Es ist psychologisch erwiesen, dass das menschliche Unterbewusstsein in den ersten paar Sekunden darüber entscheidet, ob man einer fremden Person gegenüber eher positiv oder negativ gestimmt ist.

Oft geht es hierbei nur um Nuancen, die den Unterschied machen. Vielen Menschen ist nicht einmal bewusst, worauf genau sie positiv oder negativ reagieren, jedoch können diese Feinheiten gerade in den Situationen ausschlaggebend sein, in denen man nur relativ wenig Zeit hat, sich vorzustellen und den bestmöglichen Gesamteindruck zu hinterlassen.

Nun möchten wir Ihnen nicht gleich im ersten Abschnitt unseres Artikels Angst einjagen. Denn auch wenn die oben beschriebenen Tendenzen bei jedem Menschen verschieden sind und Sie letztendlich nicht zu 100% beeinflussen können, ob Sie dem Gegenüber nun „gefallen“ oder nicht, so gibt es doch einige grundsätzliche Dinge, auf die Sie achten können, um eine positiven ersten Gesamteindruck zu erzielen.

 

Vorbereitung ist alles

Wie bereits in unserem Artikel „Das perfekte Anschreiben“ beschrieben, ist es vor dem eigentlichen Vorstellungsgespräch ratsam, sich angemessen auf die erste persönliche Begegnung vorzubereiten. Da es vermutlich schon eine Weile her ist, seitdem Sie Ihr Anschreiben verfasst haben, ist es von Vorteil, vorab noch einmal die Webseite des Unternehmens zu besuchen und sich ins Gedächtnis zu rufen, wofür die Firma steht und was sie auszeichnet.

Lesen Sie sich zudem noch einmal Ihr Anschreiben durch und rekapitulieren Sie, auf welche Dinge Sie damals Bezug genommen haben und warum Sie sich genau bei diesem Unternehmen und auf diese Stelle beworben haben. Seien Sie darauf gefasst, dass genau diese Dinge noch einmal im Bewerbungsgespräch abgefragt werden. Es hinterlässt einen schlechten ersten Eindruck, wenn Sie nicht mehr wissen, was Sie hierzu in Ihrem Anschreiben geschrieben haben.

 

Wie ist Ihre Außendarstellung?

Haben Sie ein Social-Media-Profil, etwa bei Facebook, Twitter oder Instagram, und würden Sie dies guten Gewissens Ihrem potenziellen zukünftigen Vorgesetzten zeigen?

In den heutigen Zeiten muss man damit rechnen, dass Personaler oder Vorgesetzte ihre Kandidaten vor der Einladung zum Gespräch erst einmal googlen, um zu schauen, wie deren Außendarstellung im Netz aussieht. Hierbei entsteht dann der bereits erste Eindruck, obwohl Sie sich noch nicht einmal persönlich getroffen haben.

Achten Sie also grundsätzlich darauf, wie Sie sich auf Sozialen Netzwerken darstellen, welche Bilder Sie hochladen und was Sie von sich preisgeben. Es wäre nicht das erste Mal, dass Kandidaten beim Bewerbungsprozess aussortiert werden, obwohl ihre Qualifikationen stimmen, weil sie grenzwertige Aussagen, Bilder oder Kommentare gepostet haben.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Social-Media-Profile „vorzeigbar” sind, dann achten Sie zumindest darauf, dass Sie die Profile in den Einstellungen nicht öffentlich einsehbar machen.

 

Kleiden Sie sich angemessen

Auch wenn es ein schöner Gedanke ist sich vorzustellen, dass Äußerlichkeiten keinen Einfluss auf die persönliche Bewertung einer Person haben, so haben sie jedoch gerade in Bewerbungsgesprächen meist einen erheblichen Einfluss auf den ersten Eindruck beim Gegenüber.

Hierbei geht es nicht darum, dass Sie Angst haben müssen, als Kandidat abgelehnt zu werden, weil Sie eine „krumme Nase haben”, sondern darum, dass Sie bei jeder beruflichen Vorstellung auf ein gepflegtes Äußeres und angemessene Kleidung achten sollten. Wählen Sie Ihre Garderobe nach Möglichkeit passend zu dem Job aus, auf den Sie sich bewerben. Oft wird schon in der Einladung zum Bewerbungsgespräch auf den entsprechenden Dresscode verwiesen.

Viele Personaler werfen zudem einen genauen Blick auf die Hände Ihres Gegenübers. Achten Sie also darauf, dass Ihre Fingernägel sauber und gepflegt aussehen, bevor Sie zu einem Bewerbungsgespräch gehen.

Tipp: Wenn kein Dresscode vorgegeben wird, kleiden Sie sich immer etwas schicker als bei der späteren Ausübung Ihres Jobs.

 

Was möchte ich als erstes über mich preisgeben?

Wie die meisten Gespräche fangen Vorstellungsgespräche in der Regel mit der immer gleichen Frage an: „Wie geht es Ihnen?”. Bereits bei dieser Frage, können Sie beim Gegenüber punkten und Interesse wecken, indem Sie nicht mit der immer gleichen Antwort: „Gut, danke.” antworten.

Denken Sie stattdessen einmal darüber nach, was Sie in den letzten Tagen positiv bewegt hat, oder ob Sie vielleicht sogar in Ihrem privaten Leben einen kleinen Erfolg haben feiern können. Diese Dinge können Sie gerne für den Einstieg erwähnen. So entsteht bereits am Anfang des Gesprächs eine für Sie positive Ausgangssituation, in der Sie sich auch selbst wohlfühlen. Dies merkt Ihr Gegenüber.

Erwidern Sie das Interesse des Gegenübers anschließend gerne mit einer Gegenfrage. Dies zeigt gleich zu Anfang, dass Sie aufmerksam und interessiert sind. Ihr Gesprächspartner wird durch Ihre Offenheit dazu angehalten sein, Ihnen ebenfalls etwas Ähnliches über sich zu erzählen, und gleich starten beide Parteien positiv gestimmt in das Vorstellungsgespräch.

 

Schau mir in die Augen, Kleines

Haben Sie sich schon einmal mit jemandem unterhalten und gemerkt, dass Ihr Gesprächspartner es vermeidet, Ihnen in die Augen zu sehen bzw. einem anhaltenden Blickkontakt nicht länger als ein paar Sekunden standhalten kann?

Welchen Eindruck hat dies bei Ihnen erweckt? Haben Sie sich vielleicht gefragt, ob Ihr Gegenüber Ihnen auch wirklich zuhört, oder ob er/sie vielleicht sogar durch Sie eingeschüchtert ist?

Übertragen Sie diese Erfahrungen und Gedanken einmal auf sich selbst und Ihr nächstes Bewerbungsgespräch. Auch wenn es vielleicht schwer ist, versuchen Sie Ihrem Gesprächspartner kontinuierlich in die Augen zu sehen, während Sie sich unterhalten. Dies gilt besonders dann, wenn Ihr Gegenüber spricht. Auch wenn Sie an der Reihe sind, versuchen Sie, weiterhin Blickkontakt zu halten. Dies zeugt von Selbstbewusstsein und vermittelt den Eindruck, dass Sie die Dinge auch so meinen, wie Sie sie sagen.

Tipp: Wenn Ihnen der Blickkontakt in Gesprächen grundsätzlich schwerfällt, dann üben Sie mit Freunden oder Ihrem Partner. Menschen, die Ihrem Gegenüber in Gesprächen in die Augen sehen können, wirken sympathischer und aufmerksamer.

 

Lassen Sie Ihren Gesprächspartner ausreden

Auch wenn das für Sie vielleicht selbstverständlich klingt, ist es dennoch ein Punkt, der den ersten Eindruck erheblich beeinflussen kann. Gerade, wenn einem längere Fragen gestellt werden, oder der Gesprächspartner sogar Annahmen über Sie äußert, bei denen Sie am liebsten so schnell wie möglich einhaken möchten: Schneiden Sie Ihrem Gegenüber nicht das Wort ab. Warten Sie, bis Ihr Gegenüber seinen/ihren Satz beendet hat und nehmen Sie dann höflich Stellung dazu. Dies vermittelt, dass Sie auch unter Druck ruhig bleiben und die Fassung bewahren können.

 

Seien Sie Sie selbst

Grundsätzlich bleibt am Ende immer der wohl wichtigste Ratschlag: Seien Sie Sie selbst und bleiben Sie authentisch. Niemand möchte gerne einen Roboter einstellen. Auch wenn es gewisse grundsätzliche Dinge gibt, die Sie für einen positiven ersten Eindruck beachten sollten, so arbeiten Menschen letztendlich immer noch mit Menschen und möchten auch gerne das Gefühl haben, dass ihnen eine echte, authentische Person gegenübersitzt.

Letztendlich zählt bei Vorstellungsgesprächen immer genau eine Sache, nämlich die, dass Sie für Ihren Gesprächspartner als Person greifbar werden und er/sie einschätzen kann, ob Sie – neben Ihren fachlichen Qualifikationen – auch menschlich eine passende Ergänzung zu seinem/ihrem Team darstellen.

 

Autor: Lucienne Scigala-Drewes

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